Dokumentation Runder Tisch und Vereinsgründung

Die Dokumentation des Runden Tischs „Bildungs- und Gedenkstätte“ am 4. Mai 2019 steht nun hier zum Download bereit:

Dokumentation Runder Tisch [pdf, 883kB]

Die Gründung eines Fördervereins für eine zukünftige NS-Gedenkstätte wird am 17. Juni 2019 um 20 Uhr im Weeger Waschhaus des Spar- und Bauvereins Solingen eG an der Hermann-Meyer-Straße 28a stattfinden. Eine Satzung wird derzeit vorbereitet. Herzliche Einladung an alle interessierten Solingerinnen und Solinger sich zu engagieren!

Die Ausstellung „Als der Swing verboten war“ wurde Anfang des Jahres im Weeger Waschhaus gezeigt. Zur Eröffnung spielten die Bobcats. Foto: Daniela Tobias

 

Reger Zuspruch für Bildungs- und NS-Gedenkstätte beim Runden Tisch

Am Samstag kamen 120 Interessierte aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft zum Runden Tisch „Bildungs- und Gedenkstätte“. Das Forum der Bergischen VHS war damit voll besetzt. In der Begrüßung skizzierte Daniela Tobias vom Arbeitskreis „Verfolgung und Widerstand in Solingen 1933-1945“ die Entstehung der Gruppe und wie es zu der Initiative für eine Gedenkstätte kam.

Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der „Begegnungsstätte Alte Synagoge“ in Wuppertal, hielt einen Impulsvortrag, der in die Entstehungsgeschichte der NS-Gedenkstätten in NRW einführte, sowie deren Entwicklung und zukünftigen Herausforderungen darstellte. Anschließend ging es in drei Arbeitsgruppen weiter, um mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

„Reger Zuspruch für Bildungs- und NS-Gedenkstätte beim Runden Tisch“ weiterlesen

Initiative für Gedenkstätte in der WDR Lokalzeit Bergisches Land

Am 24. April lief in der WDR Lokalzeit Bergisches Land ein Beitrag über die Initiative des „Arbeitskreises Verfolgung und Widerstand in Solingen 1933-1945“ und des Jugendstadtrats. Wir sprachen mit dem Team von Rita Jäger über die Argumente, die aus unserer Sicht für einen Standort im Gebäude-Ensemble der „Bergischen Arbeiterstimme“ sprechen und die generelle Notwendigkeit, dass Solingen eine Bildungs- und NS-Gedenkstätte bekommt. Nicht zuletzt der Brandanschlag auf die Familie Genç vor über 25 Jahren sollte uns in Solingen gelehrt haben, wie wichtig es ist, jeden Tag gegen rechtes Gedankengut anzugehen und aufzuzeigen, welche Konsequenzen Rassismus hat. Dabei kann eine Bildungs- und Gedenkstätte an einem authentischen Ort ein wichtiger Baustein sein, der gerade für Jugendliche einen anschaulichen Bezugspunkt zu ihrer eigenen Lebenswelt setzt. Auch deswegen hängen Fördergelder davon ab, dass am Ort ein konkreter Bezug zur lokalen NS-Geschichte gegeben ist. Wenn die Zeitzeugen zukünftig nicht mehr da sind, werden Gebäude diese Vermittler-Rolle des Authentischen noch stärker einnehmen.

Als Studiogast nahm Christoph Humburg von der Caritas Wuppertal / Solingen Stellung zu dem Projekt und betonte, dass eine Gedenkstätte mehr sei, als eine Wandtafel. „Es muss auch ein Bildungs- und Gedenkzentrum sein, wozu es bereits Pläne und Überlegungen der Initiativgruppe gibt, an denen man sicher noch feilen kann, aber es reicht nicht aus, einfach nur eine Gedenktafel aufzuhängen.“

Am 4. Mai 2019 um 16 Uhr lädt der Arbeitskreis zum Runden Tisch „Bildungs- und Gedenkstätte“ im Forum der VHS an der Mummstraße 10 ein.

Einladung zum Runden Tisch „Bildungs- und Gedenkstätte“ am 4. Mai 2019

In Nordrhein-Westfalen gibt es 28 NS-Gedenkstätten mit ganz unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten und Ausrichtungen. Besonderheiten der lokalen Geschichte, die Möglichkeit an authentischen Orten zu arbeiten und verschiedene Trägerschaftsmodelle prägen diese Einrichtungen. Gemein ist allen Gedenkstätten ein stetig wachsendes öffentliches Interesse an der NS-Geschichte in der eigenen Nachbarschaft.

Die Zahl der Besucher stieg von 278.000 im Jahr 2015 auf fast 400.000 im Jahr 2017. Bei Seminaren und Führungen liegt der Anteil von Schülerinnen und Schülern bei 70 Prozent. Die Kölner Gedenkstätte „NS-Dok“ muss Anfragen – auch von Solinger Schulen – abweisen, da sie auf Wochen hin ausgebucht ist.

Daher setzt sich der „Arbeitskreis Verfolgung und Widerstand in Solingen 1933-1945“ für die Einrichtung einer eigenen Gedenkstätte in Solingen ein. Wir brauchen einen Ort, an dem Jung und Alt lernen und forschen, sich mit der eigenen Stadtgeschichte auseinandersetzen und sich begegnen können.

„Einladung zum Runden Tisch „Bildungs- und Gedenkstätte“ am 4. Mai 2019“ weiterlesen

BV Mitte hatte Max Leven auf der Tagesordnung

Die Bezirksvertretung Mitte hatte am 21. März zu ihrer 33. Sitzung das Thema „Sachstand Max-Leven-Haus“ auf der Tagesordnung. Als Referent war Stadtarchivar Ralf Rogge eingeladen. Bezirksbürgermeister Richard Schmidt (SPD) informierte vor dessen Vortrag darüber, dass der Tagesordnungspunkt missverständlich formuliert gewesen sei und es nicht um das Bauvorhaben der Stadt-Sparkasse ginge, sondern lediglich um Informationen zu Max Leven. Die BV habe sich gewundert, was es mit dieser Person auf sich habe, dass „auf einmal“ so ein Interesse an ihr bestünde. Nach dem Vortrag beantragte Dietmar Gaida eine Sitzungsunterbrechung, damit Daniela Tobias das Anliegen des „Arbeitskreises Verfolgung und Widerstand in Solingen 1933-1945“ bezüglich einer Bildungs- und Gedenkstätte darlegen könne. Dies wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Leider konnten so Missverständnisse, die in der Diskussion unter den Mitgliedern der BV offensichtlich wurden (zum Beispiel geht es nicht um einen Gedenkort für Max Leven), nicht klargestellt werden. Wir hoffen, dass wir dies zu einem späteren Zeitpunkt nachholen können. Den Mitgliedern der BV wurde die folgende Stellungnahme in schriftlicher Form überreicht.

„Vor 25 Jahren hat der Stadtrat unserer Nachbarstadt Wuppertal den Beschluss gefasst auf dem Gelände der zerstörten Elberfelder Synagoge eine Begegnungs- und Gedenkstätte zu errichten. Viele Jahre hat es gedauert, bis überhaupt der erste Spatenstich getan war, bis ein Ausstellungskonzept erstellt war und die Einrichtung zu der Erfolgsgeschichte wurde, die sie heute ist. Die Leiterin Dr. Ulrike Schrader betonte in einem Gast-Beitrag für die WZ vom 18. März 2019, dass die letzten Reste der Grundmauern der Synagoge das Herzstück der Gedenkstätte seien. „BV Mitte hatte Max Leven auf der Tagesordnung“ weiterlesen