Vortrag: Die Kindertransporte nach Belgien

Nach der Reichspogromnacht: Die Kindertransporte nach Belgien

Von Ende Dezember 1938 bis Juni 1939 erreichten etwa 1.000 jüdische Kinder und Jugendliche unser Nachbarland Belgien. Unter dem Eindruck der Ereignisse vom 9./10. November 1938 und den Tagen danach, hatte der belgische Staat bereits Mitte November 1938 die Einreise von zunächst 250 Kindern durch einen sogenannten „Kindertransport“ bewilligt. Zahlreiche Kindertransporte sollten bis zum Sommer 1939 folgen. Auch aus dem Bergischen Land trafen unbegleitete Kinder über den Bahnhof Herbesthal zunächst in Brüssel ein. Sie fanden Unterkunft in Privatfamilien, aber auch in eigens geschaffenen Heimen. Durch den Einmarsch deutscher Truppen in Belgien im Mai 1940 gerieten viele von ihnen erneut in den Herrschaftsbereich der Deutschen.

Anne Prior zeichnet die Wege der Kinder und Jugendlichen in den Jahren 1938 bis 1945 nach und stellt die Organisation der Kindertransporte in das Nachbarland Belgien vor.

Anne Prior ist Vorsitzende des Vereins Stolpersteine in Dinslaken und seit vielen Jahren engagiert in der Erforschung des Nationalsozialismus und der sogenannten Entnazifizierung nach 1945.

Dienstag, 26. März 2019 | 18:00 Uhr | 0.00 €
Forum/Raum 322 | Bergische VHS | Mummstr. 10 | SG-Mitte

Anmeldung und weitere Informationen:
telefonisch, per E-Mail, online oder vor Ort.

Dr. Heinz-Werner Würzler | Fon 0212 290-3265
Mummstraße 10 | 42651 Solingen
heinz-werner.wuerzler@bergische-vhs.de

Gedenken an 76. Jahrestag der Deportation der Sinti

Mindestens 62 zumeist Solinger Sinti, davon die Hälfte Kinder unter 14 Jahren, wurden am 3. März 1943 von der Kriminalpolizei aus den beiden städtischen „Zigeuner-Lagern“ (Potshauser Straße 10 und Wörthstraße 24) zur Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz zusammengetrieben und abtransportiert. Für mindestens 55 von ihnen bedeutete dies eine Fahrt in den Tod. So wurden nahezu alle damals in Solingen lebenden Sinti umgebracht.

Der Solinger Appell – Forum gegen Krieg und Rassismus, das Bündnis Solingen ist Bunt statt Braun und SOS Rassismus rufen aus Anlass des Jahrestages zu einem Mahngang auf und laden zu einem Gipsy-Jazz-Konzert ein.

76. Jahrestag der Deportation Solinger Sinti nach Auschwitz

Samstag, 9. März 2019
um 14:00 Uhr, Walter-Scheel-Platz (Rathaus)
Kundgebung und Mahngang zum Sinti-Denkmal an der Korkenziehertrasse

um 18:00 Uhr, Walder Stadtsaal
Gipsy-Jazz- und Swing-Konzert mit Paulus Schäfer und Fapy Lafertin
anschließend Session mit beiden Bands
Der Eintritt ist frei.

Programm-Flyer und Aufruf [pdf]

 

Stadtrundgang zu den Stolpersteinen in Ohligs

Stadtführer Hans-Günter Koch bietet einen Rundgang durch Ohligs an, bei dem einige Stolpersteine besucht werden. Er berichtet über das Schicksal der Opfer sowie die Lebensumstände und die Zusammenhänge von Verfolgung und Widerstand in Solingen in der Zeit von 1933 bis 1945.

Samstag 18. August 2018
Treffpunkt: 14 Uhr Ohligs vor dem Hauptbahnhof
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Teilnahmegebühr: 5,- €

Hans-Günter Koch
Tel. 31 81 30
E-Mail: hgkoch@t-online.de