Ein Licht für Stolpersteine 2018

Auch im zweiten Jahr sind zahlreiche Solinger dem Aufruf gefolgt ein Licht für Stolpersteine anzuzünden, um am 80. Jahrestag der Novemberpogrome an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Unter ihnen waren der kommunistische Redakteur Max Leven, der in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in seiner Wohnung erschossen wurde und der Ohligser Kaufmann Paul Steeg, der am 11. November an den Folgen eines Magengeschwürs im Jüdischen Krankenhaus in Köln verstarb. Er war in der Nacht zuvor aus seiner Wohnung vertrieben worden, nachdem man die Einrichtung kurz und klein geschlagen hatte.

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Weiße-Rose-AG beginnt Putzeinsatz in Ohligs

Fünf Schwämme und Zahnbürsten schrubben am Dienstag Morgen mit Metallreiniger über die kleine Messingplatte auf dem Bürgersteig an der Merkurstraße 34. Nicht weit von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule liegt hier ein Stolperstein für Wilhelm Steeg, der es 1944 wagte, sich kritisch gegenüber dem nationalsozialistischen Regime zu äußern. Der gläubige Katholik wurde dafür zum Tode verurteilt und hingerichtet. Nachdem der braune Schaum des Reinigungsmittels weggespült und der Stein poliert ist, glänzt der Name von Wilhelm Steeg wieder gut lesbar in der Sonne. Die fünf Mitglieder der Weiße-Rose-AG sind zufrieden mit ihrem Werk.

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Ein Licht für Stolpersteine

Foto: Uli Preuss

Achtzehn Solinger haben sich am 9. November 2017 spontan an der Aktion „Ein Licht für Stolpersteine“ beteiligt, um an die Verbrechen in der Reichspogromnacht vor 79 Jahren zu erinnern und der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.

Erst am Vortag war durch das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage, „Solingen ist Bunt statt Braun“, den Unterstützerkreis Stolpersteine für Solingen und die Facebook-Initiative „Dem Hass einen Korb“ nach einem Vorbild aus Hamburg dazu aufgerufen worden. „Ein Licht für Stolpersteine“ weiterlesen