Pfadfinder putzen Stolpersteine in der Partnerstadt Gouda

Quelle: Elisabeth Citroen

In Gouda hat am 7. April 2018 eine Gruppe von 14 Pfadfindern die Stolpersteine von Solingens Partnerstadt geputzt. Sie trafen sich zuerst am Gedenkort Metaheerhuis, um etwas über das Schicksal der verfolgten und ermordeten Juden zu erfahren. Von dort ging es in fünf Gruppen zu den 59 Verlegeorten in Gouda, wo derzeit 222 Stolpersteine liegen.

Die Jugendlichen putzten auch die 56 Steine vor dem ehemaligen jüdischen Altersheim am Oosthaven. Von hier aus wurden vor 75 Jahren am 9. April 1943 die letzten Bewohner nach Westerbork deportiert. Die meisten von ihnen wurden in Sobibor ermordet.

Soesja Citroen, Koordinatorin der Stolpersteinverlegungen in Gouda schreibt:

„Die Putzaktion war eine weitere Gelegenheit mit den jungen Leuten über diesen Teil der Geschichte Goudas zu sprechen. Der Krieg ist für die meisten dieser neuen Generation weit weg. Die Stolpersteine mit ihren Namen bringen die Geschichte und die Bedeutung von Frieden und Freiheit näher.“

Die nächste Stolpersteinverlegung in Gouda findet am 24. April 2018 statt.

FALS putzt erstmals Walder Stolpersteine


In der neunten Jahrgangsstufe beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Fach Gesellschaftslehre mit dem Thema „Nationalsozialismus“. Die Friedrich-Albert-Lange-Schule dockt deswegen das Stolpersteine-Putzen direkt an den Unterricht an. Konkret, praktisch und schulnah kann hier seit 2018 am Weiße-Rose-Tag Geschichte erlebt werden. Insgesamt zwölf Steine sind im Stadtteil Wald verlegt worden, die meisten davon für Widerstandskämpfer.

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Weiße-Rose-AG beginnt Putzeinsatz in Ohligs

Fünf Schwämme und Zahnbürsten schrubben am Dienstag Morgen mit Metallreiniger über die kleine Messingplatte auf dem Bürgersteig an der Merkurstraße 34. Nicht weit von der Geschwister-Scholl-Gesamtschule liegt hier ein Stolperstein für Wilhelm Steeg, der es 1944 wagte, sich kritisch gegenüber dem nationalsozialistischen Regime zu äußern. Der gläubige Katholik wurde dafür zum Tode verurteilt und hingerichtet. Nachdem der braune Schaum des Reinigungsmittels weggespült und der Stein poliert ist, glänzt der Name von Wilhelm Steeg wieder gut lesbar in der Sonne. Die fünf Mitglieder der Weiße-Rose-AG sind zufrieden mit ihrem Werk.

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Schulprojekt „Stolpersteine putzen“ startet

Die Mitglieder der „Weiße-Rose-AG“ werden sich zukünftig um die Ohligser Stolpersteine kümmern. Foto: Christian Beier

Am 6. Februar 2018 wurde der Start des Schulprojekts „Stolpersteine putzen“ offiziell bekannt gegeben. Zum Fototermin für die Presse waren Schüler der „Weiße-Rose-AG“ der Geschwister-Scholl-Schule gekommen, um den Stolperstein des ehemaligen Solinger Oberbürgermeisters Albert Müller zu polieren, der 1951 an den Folgen der Misshandlungen während der NS-Zeit verstorben war.

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Ein Licht für Stolpersteine

Foto: Uli Preuss

Achtzehn Solinger haben sich am 9. November 2017 spontan an der Aktion „Ein Licht für Stolpersteine“ beteiligt, um an die Verbrechen in der Reichspogromnacht vor 79 Jahren zu erinnern und der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.

Erst am Vortag war durch das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage, „Solingen ist Bunt statt Braun“, den Unterstützerkreis Stolpersteine für Solingen und die Facebook-Initiative „Dem Hass einen Korb“ nach einem Vorbild aus Hamburg dazu aufgerufen worden. „Ein Licht für Stolpersteine“ weiterlesen

Stolpersteinverlegung 2017

Die Enkelin von Albert Müller, Martina Bötig, legte eine Rose an seinem Stolperstein nieder. Foto: Uli Preuss

Am 2. August 2017 wurden von Gunter Demnig elf neue Steine in Ohligs und Solingen-Mitte verlegt. Erstmals wird damit nun drei Opfern des Euthanasie-Programms gedacht. Auch für das KPD-Mitglied Albert Müller, der die Verfolgung in der Nazi-Diktatur schwer verletzt überlebte und nach dem Krieg für einige Monate zum Bürgermeister ernannt wurde, liegt jetzt ein Stein an der Potsdamer Straße. Er starb 1951 an den Folgen der Misshandlungen, die er während seiner Haft erlitten hat.

Das Solinger Tageblatt berichtete am 2. August 2017: „Stolpersteine erinnern an Euthanasie“

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